2018

Agnus Dei

Karfreitagskonzert

2017

Zu Bethlehem geboren

Das beliebte Weihnachtslied gab dem "Konzert am 2. Weihnachtstag" das Motto.

Mit der Frankfurter Geigerin Almut Frenzel-Riehl, Mitglied des Frankfurter Museums- und Opernorchesters, konnte das zahlreich erschienene Publikum diese exzellente Musikerin zum wiederholten Male begrüßen. Zusammen mit Klaus Vogt an der Orgel konnte das inzwischen bewährte Duo Musik zum Weihnachtsfest zu Gehör bringen, als Violin-Solo (Sätze aus der Sonate e-Moll von J.S. Bach), Orgelwerke (u.a. von  Göttsche, Jones, Whitney, Katterfeldt) und vor allem als Duo mit bekannten weihnachtlichen Originalwerken und Bearbeitungen von Bach, Manfredini, Klomp, Lefébure-Wely u.a..

Musikalische Überraschungen des weitgehend  dem Barock und der Romantik verpflichteten Konzertes boten eine "Pastorale" von A. Willscher und die "Romance pastorale" von W. Graf, Stücke die einmal mehr bewiesen, dass sog. "moderne" Musik sehr wohl zugänglich und verständlich zu sein vermag.

Ein Novum: Das Publikum konnte nach den zuvor instrumental vorgestellten Weihnachtsliedern durch Mitsingen einzelner Strophen einstimmen in den weihnachtlichen Lobgesang.      

Verleih uns Frieden gnädiglich!

Mit ihrem Jahreskonzert unter dem Motto Verleih uns Frieden gnädiglich vereinte unsere Kantorei in ökumenischem Geiste Chorwerke aus katholischer und evangelischer Tradition am 8. Oktober miteinander.

Es erklangen Werke von Haydn, Dubois und Luther-Choräle in Vertonungen von J.S.Bach. Stefan Viegelahn, seit kurzem Professor an der Frankfurter Musikhochschule, ergänzte das Programm mit Werken von Bach und Mendelssohn - ausdrucksvoll, lebendig und stilsicher. Ein Streichquartett und einige Ehemalige des Oberstufenchores des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums Schlüchtern trugen als willkommene Unterstützung der Kantorei zum Erfolg des Konzertes bei.

Erfreulich für alle Beteiligten: ein volles Haus! 

Luther - Natur - Schöpfung

Den Abschluss des "Kultursommers Main-Kinzig-Fulda 2017" bildete ein Leinwandkonzert am 3. September in unserer Kirche, das der Naturauffassung Martin Luthers gewidmet war.

Mit Video-Impressionen und Improvisationen über Motive und Themen aus Werken von J.S. Bach boten die Sopranistin Gabriele Hierdeis, die Oboistin und Bildgestalterin Susanne Kohnen und Klaus Vogt an der Orgel ein breites Spektrum stiller, meditativer, zuweilen auch kühner und ungewohnter Klänge, wozu ein Kaleidoskop visueller Natureindrücke als zusätzliche Inspirationsquelle diente - anregend, besänftigend und herausfordernd zugleich.

Dazu gab es Texte aus Luthers Feder - vorgetragen von Dieter Klein -,  die Musik, Bild und Wort in inhaltliche Bezüge miteinander verbanden. Dem diesjährigen Komponistenjubilar G.Ph.Telemann (gest. vor 250 Jahren) wurde mit der Aufführung seiner Kantate "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen" in einer stilgetreuen und ausdrucksstarken Interpretation von Gabriele Hierdeis und Susanne Kohnen gehuldigt. Die Zuhörer verließen die Kirche nachdenklich, fragend, erfüllt und angeregt. 

 

Orgelkonzert im August

Das Augustkonzert führte Kirchenmusikdirektor Johannes Quack, der seit 1990 an der Antoniterkirche in Köln wirkt, als Gastorganisten nach Bad Orb zurück, wo er von 1988 bis 1990 die Kantorenstelle an der Martin-Luther-Kirche innehatte.

Mit Buxtehude und Bach über Rinck und Mendelssohn führte er das Publikum zu Petr Eben, dessen "Walpurgisnacht" (aus seinem Faust-Zyklus) mit seinen enormen rhythmisch-spieltechnischen Hürden Quack souverän bewältigte. Hier wie auch bei Göttsches Choralvariationen über "Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort" bewies er einen ausgeprägten Spürsinn für farbenreiches Orgelspiel, indem er den Registerfundes der Orgel stilsicher und fantasiereich zu nutzen wusste.

Ein Orgelkonzert, das unter musikalischer Spannung und vitalem Schwung stand - allseits Begeisterung!

Sascha André Heberling (Gelnhausen)

Orgelkonzert zu Lutherliedern

Mit Bezirkskantor Sascha André Heberling war im Juli-Konzert ein famoser Organist aus der Nachbarstadt Gelnhausen an der Orgel der Martin-Luther-Kirche zu Gast.

Bravourös meisterte er die C-Dur-Toccata von J.S. Bach und das virtuose "Concert Piece"op. 52a von Fl. Peeters als Eckstücke des als "Orgelmusik zum Lutherjahr" titulierte Orgelkonzert.

Stimmige Bezüge schuf Heberling bei der Programmgestaltung mit Choral-bearbeitungen von Luther-Chorälen in Kompositionen von Bach, Mendelssohn und Volker Bräutigam, dessen Jazzbezüge besonders überraschten, von Heberling mit spielerischer und musikalischer Könnerschaft vorgetragen.

Heftiger und dankbarer Applaus waren wohlverdient. 

 

Komm Heiliger Geist

Mit Musik, die das Pfingstfest programmatisch aufgriff, konzertierten im Juni-Konzert die beiden Musiker Martin Seel (Flötist bei den Hofer Symphonikern) und Dr. Wolfram Graf (Organist, Dozent und Komponist) in der Martin-Luther-Kirche.

Beide Musiker wussten als Duo im zweijährigen Wechsel nun schon zum dritten Mal das Bad Orber Publikum mit Werken von G.Ph.Telemann, dem Komponisten-Jubilar des Jahres 2017, von J.S.Bach und selbstredend von Wolfram Graf zu überzeugen.

Graf findet eine Tonsprache, die Dissonanzen keineswegs scheut, aber auch nicht "erschrecken" lässt; ein Kompositionsstil, der eine klar zeichnende und durchaus persönliche Handschrift mit expressiver Melodik, alternierendem Frage-Antwort-Wechsel, diffiziler Rhythmik und  virtuos-quirliger Musizierfreude verbindet, wie dies in seiner Variatio und im 3. Sindelfinger Konzert besonders schön zum Ausdruck kam. Authentisch und mit Herz und Verstand gespielt, mit dem Ergebnis: Der heftige Applaus des Publikums galt beiden Musikern gleichermaßen!

Trompete und Orgel

Zum wiederholten Male konnte der Heidelberger Musiker Till Plinkert, der an der Frankfurter Musikhochschule Trompete studiert, in der Martin-Luther-Kirche auftreten.

Zusammen eröffnete er mit Kantor Klaus Vogt am 7. Mai den Orgelsommer Kinzigtal 2017.

Mit Werken für Trompete und Orgel von Purcell, Walther, Telemann, Mozart und Torelli konnte Till Plinkert mit seinem Instrument virtuos brillieren, aber der Trompete auch durchaus zarte und mild tönende Klänge entlocken. Klaus Vogt steuerte Orgelwerke von Mendelssohn, Callahan und eigene Improvisationen bei und konnte so die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten der vor 12 Jahren grundlegend erneuerten Förster & Nicolaus-Voigt-Orgel dem zahlreich erschienenen Publikum präsentieren. 

De Profundis

Mit dem Karfreitagskonzert unter dem Titel De profundis wurde die diesjährige Reihe der "Bad Orber Abendmusiken" eröffnet.

Mario Riemer, Cellist im Frankfurter Opern- und Museumsorchester, eröffnete das Konzert mit seiner "Tockata" für Cello solo,  ein expressives Werk mit heftigen Ausbrüchen und zugleich seufzend-arioser Melodik, das im Publikum trotz seiner kühnen Modernität große Begeisterung auslöste.

Nicht nur in seinen Solostücken mit Orgelbegleitung von Bach, Brähmig und Reger, sondern auch als einfühlsamer Begleiter der allseits bekannten Mezzosopranistin Diana Schmid bewies Mario Riemer seine Qualitäten als exzellenter Cellist. Wie gewohnt sang Diana Schmid bestechend schön und stilgetreu in Passionsarien von Hammerschmidt, Händel, J.Ch. Bach, C.Ph.E. Bach, Mendelssohn, Bunk und Gunsenheimer, mit ergreifendem Ausdruck die Bach-Arie "Schlummert ein, ihr matten Augen" - ein abschließender Höhepunkt!

2016

Konzert am 2. Weihnachtstag

Unter dem Motto an der Krippe  erfreute das Ensemble in paradiso aus Frankfurt die zahlreichen Zuhörer des traditionellen Weihnachtskonzertes in der Martin-Luther-Kirche.

Simone Schwark (Sopran), Martin Hublow (Flöte), Gesine Petersmann (Barockcello) und Toshinori Ozaki (Laute, Barockgitarre und Theorbe) hatten ein wahres Schatzkästlein weihnachtlicher Musik, vornehmlich des 16. und 17. Jahrhunderts, mitgebracht.

Zarte, schlichte, wiegende und filigrane, aber auch virtuose Klänge, von den MusikerInnen mit großem Können und Stilgefühl dargeboten, verführten das Publikum in eine Weihnachtswelt, die fernab von Weihnachtstrubel und -geschäftigkeit Stille und Besinnung geradezu heraufbeschworen. Ein musikalisches Weihnachtsgeschenk!

Vier Hände - vier Füße

Ein Orgelkonzert mit "vier Händen - vier Füßen", so das Motto des Oktober-Konzertes, zog zahlreiche neugierige Zuhörer in die Martin-Luther-Kirche.

Obendrein konnte man den beiden Organisten, Johannes von Erdmann, namhafter Orgelvirtuose aus Frankfurt, und den Hausorganisten Klaus Vogt mit Hilfe einer Leinwandübertragung noch auf die Finger und Füße schauen.

Selten zu hörende Komponisten standen auf dem Programm: Tomkins, Carlston, Albrechtsberger, Hesse, Rinck, Berwald ("Ein ländliches Hochzeitsfest"), Bédard , aber auch Bekanntes von Pachelbel (sein populärer "Kanon") und Mozart. Ein Konzert für Augen und Ohren mit großem Überraschungseffekt.

Bessiner Kammerchor

Mit einem anspruchsvollen Programm jenseits musikalisch leichter Bekömmlichkeit wartete der Bessiner Kammerchor unter der Leitung von Friedemann Stolte im September-Konzert auf.

Mit P. Eben, B. Martinu und B. Britten war die klassische Moderne vertreten, mit Cl. Monteverdi die frühbarocke Ausdruckskunst und mit Fr. Stolte die Avantgarde, deren interpretatorische Herausforderungen Chor sowie Dirigent und Komponist in einer Person in authentischer Weise exzellent zu meistern vermochten.

Der Chor glänzte mit souveräner Beherrschung rhythmischer und klanglich-intonatorischer Raffinessen. Als Ergänzung zum reinen a-cappella-Konzert steuerte der Bassklarinettist Georg Wettin klang- und spieltechnisch experimentelle Interludien bei. Zusammen mit dem Chor verabschiedete er sich mit einer schlicht und kultiviert vorgetragenen Wiedergabe des bekannten "Nun ruhen alle Wälder".

Es folgte dankbarer Applaus des gut besuchten Konzertes, das dem Kultursommer Main-Kinzig-Fulda 2016 einen besonderen Akzent verlieh.

Orgel Plus

Großer Beliebtheit freuen sich unter dem Titel Orgel plus vielerlei Kombinationen von unterschiedlichen Instrumenten im Zusammenspiel mit der Orgel.

Am 7. August konnte eine zahlreiche Zuhörerschaft das Duo Violoncello und Orgel erleben. Dazu hatte Klaus Vogt den weit über die Rhein-Main-Region hinaus bekannten Cellisten Felix Koch eingeladen, der als Universitätsmusikdirektor und Professor für Barockcello und Musikvermittlung in Mainz wirkt. In Bad Orb kein Unbekannter, ließ er es sich nicht nehmen, auch Werke für Violoncello und Orgel aus der Romantik (Fauré) und Moderne (Hindemith) zu spielen, und das mit sichtlicher und hörbarer Begeisterung.

In "seiner" musikalischen Welt war er freilich mit Sätzen aus der C-Dur-Solo-Suite von J.S. Bach, die er hochvirtuos und mit stilsicherer Brillanz und eindringlicher Gestaltungskraft vortrug. Große Begeisterung im Publikum! Und es versteht sich von selbst, dass Felix Koch als Konzertpädagoge verständlich und sachkundig die Werke des Konzertes erläuterte. Musik als Erlebnis, aber durchaus auch als religiöse Botschaft!

Mit Pfeifen und Saiten

Mit Pfeifen und Saiten - so laute das Motto des Juli-Konzertes 2016, bei dem die Saiten von der Frankfurter Geigerin Almut Frenzel-Riehl gestrichen und die Pfeifen von Kantor Klaus Vogt zum Klingen gebracht wurden. Von spannungsgeladener Ausdruckkraft, makelloser Beherrschung des Instrumentes und subtiler musikalischer Detailarbeit war das Spiel der wiederholt in Bad Orb aufgetretenen Geigerin geprägt.

Glänzen konnte Almut Frenzel-Riehl in Werken von Händel, Bach, Rheinberger, C. Schumann und R.R. Klein. Dazwischen gab es Tastenmusik von Pachelbel, Bach und F. Hensel.

Eine erfüllte musikalische Abendstunde, die mit Rheinbergers stimmungsvollem "Abendlied" ausklang.

Orgelkonzert

Bad Orber Abendmusik am 5. Juni 2016: eine kleine Zuhörerschaft - aber ein großartiges Orgelkonzert!

Kantor Ansgar Schlei, Kirchenmusiker am Willibrordidom zu Wesel, hatte ein für die Orgel der Martin-Luther-Kirche auf den Leib geschriebenes Konzertprogramm zusammengestellt: Buxtehude als Orgelmeister der Nordens und Bach als mitteldeutscher (oder sagen wir besser: gesamtdeutscher) Meister des Hochbarock. Aber dass auch der Jubiläumskomponist des Jahres, Max Reger, auf der barock konzipierten Orgel darstellbar ist, davon zeugte die dynamisch und spieltechnisch geschickt angelegte Registrierkunst des Gastorganisten vom Niederrhein.

Krönender Abschluss: Bachs Passacaglia, vorgetragen im kultivierten, gleichermaßen versierten wie musikalisch durchdachten Orgelspiel.

 

Cantabo Domino

Das Konzert Cantabo Domino am 8. Mai wartete mit einem freudigen Wiedersehen und einer hörenswerten Neuentdeckung auf:
Die Mezzosopranistin Diana Schmid und der Countertenor Felix Uehlein boten zusammen mit Klaus Vogt an der Orgel ein gehaltvolles Programm mit Werken des 16. - 18. Jahrhunderts in Liedern, Arien, Duetten, Solomotetten und Orgelwerken.

Virtuosität, emotionale Tiefe und edle Stimmkultur zeichneten die Vokalsolisten aus, wobei die beiden Stimmen besonders im kultivierten Verschmelzungsgrad überzeugten, wenn sie sich im innigen Duett verflochten.

Heftiger Applaus galt den Akteuren, die man gerne wieder in Bad Orb hören möchte.

Musik am Karfreitag

Die Musik am Karfreitag bot in diesem Jahr ausschließlich Werke des 19. Jahrhunderts. Dabei spannte das Konzert einen Bogen von Mendelssohn und Brahms bis zur Spätphase der Romantik mit Karg-Elert und Reger.

Katharina Padrok konnte wie gewohnt durch expressive Gestaltung und wohl durchdachte Farbnuancierungen ihrer Stimme die Zuhörerschaft in Bann ziehen.

Orgelwerke zur Passionszeit von Gulbins, Lubrich und Brosig zeigten einmal mehr, dass auch unbekanntere Komponisten an musikalischem Gehalt und Ausdrucktiefe den großen Namen in nichts nachstehen müssen.

2015

Weihnachtskonzert

Wie jedes Jahr: Ein gut besuchtes Konzert am 2. Weihnachtstag und eine stille, fast andächtige Atmosphäre jenseits von Weihnachtstrubel und geschmeidiger Weihnachtsgefühligkeit.

Diesmal gab es Musik für Oboe und Orgel, die bei so manchem Stück an Hirten-Schalmeien und auch schon mal an den Dudelsack erinnerte. Im Mittelpunkt standen Bearbeitungen von Melodien französischer und deutscher Weihnachtslieder sowie Werke von Bach, Böhm, Franck, Göttsche u.v.a.. Der Oboist Stefan Gleitsmann ließ seine Oboe im wunderbaren Dolce singen und Klaus Vogt ließ in seinem Spiel besonders die zahlreichen Zungenregister der Orgel hervortreten, wobei es für die Zuhörer manchmal ein Rätsel war zu erkennen, ob die "leibhaftige" Oboe oder das neue Orgelregister Oboe erklang.

Trompete und Orgel

Nicht zum ersten Mal hinterließ der Münnerstädter Bezirkskantor Peter Rottmann in Bad Orb einen erinnerungswürdigen Eindruck als glänzender Organist. Mit Werken von Bach und Grigny konnte er am 6. September  als Solist brillieren.

Mitgebracht aus seiner fränkischen Heimat hatte er aber auch seine Musikerkollegen auf der Trompete. Jürgen Weyer konnte mit strahlendem Ton, weichem Piano und kraftvoller Energie der festlich-barocken Pracht in Werken von Clarke und Händel musikalisch vollauf gerecht werden, aber auch dem in Bad Orb nicht unbekannten niederländischen Komponisten de Haan ("Musica Religioso") klangliche Raffinesse und musikantische Spielfreude entlocken.

Hörenswerte Musik, vorgetragen von einem exzellenten Duo! 

Jahreskonzert der Kantorei

Mit ihrem Jahreskonzert am 2. August konnte die Kantorei unserer Kirchengemeinde wieder viele Kirchenmusikbegeisterte erfreuen.

In einer Abendmusik erklangen Werke von Mozart, Dubois und Monk. Die Aufführung der "Missa brevis in Es" von Théodore Dubois in einer Bearbeitung für Chor und Streicher bewies einmal mehr, dass es keine Grenzwälle zwischen katholischer und evangelischer Kirchenmusik (mehr) gibt und die Musik auf ihre Weise den ökumenischen Dialog pflegt. Maßgeblich zum Gelingen der Abendmusik trug ein Damen-Streichquartett mit Quartetten von Haydn und Mozart bei, virtuos, musizierfreudig, mit viel Elan und perfektem Ensemblespiel - von heftigem Spontan-Beifall des Publikums unterbrochen! 

Bach pur!

Susanne Rohn

Mit einem reinen Bach-Programm stellte sich Susanne Rohn aus Bad Homburg in ihrem Orgelkonzert am 5. Juli in unserer Kirche vor. Mit der F-Dur-Toccata, dem "großen" Es-Dur-Praeludium mit Fuge und der C-Dur-Triosonate hatte sie drei musikalisch und spielerisch höchst anspruchsvolle Werke im Gepäck und mit der Partita "Christ der du bist der helle Tag" auch ein selten zu hörendes Jugendwerk des Orgelmeisters.

Ihrem Ruf als exzellente Organistin wurde Susanne Rohn in jeder Hinsicht gerecht - im musikalischen Ausdruck, in Virtuosität und Spielsicherheit sowie in delikater und fantasievoller Registrierkunst.

In Erinnerung wird bleiben: ein unvergesslicher Orgelabend!

Kontraste - aus den Fugen geraten!

Henning Berg und Klaus Vogt

Ein interessiertes Publikum fand sich am 7. Juni in der Martin-Luther-Kirche ein, als Henning Berg (Köln) und Klaus Vogt ein musikalisches Experiment wagten. Unter dem Titel "Kontraste - aus den Fugen geraten" gaben der namhafte Jazzposaunist (ehemals Mitglied der WDR Big Band und jetziger Professor für Jazzposaune an der Kölner Musikhochschule) zusammen mit dem Hausorganisten ein Improvisationskonzert.

Ungeahnte und ungewöhnliche Klänge sorgten im Frage- und Antwortspiel beider Instrumente, aber auch in musikalischen Korrespondenzen und motivischen Bezügen für ein "aufregendes" Konzert. Zwischen den einzelnen Improvisationen gab es klar strukturierte Orgel-Fugen aus dem Barock, mit voller Absicht zuweilen sehr unkonventionell gespielt - Kontraste in vielerlei Hinsicht!

Das Publikum dankte für dieses ungewöhnliche Konzert mit heftigem Applaus und erklatschte sich eine abendlich stille Zugabe. 

Das Konzert wurde dankenswerterweise  im Rahmen des "Kultursommers Main-Kinzig-Fulda 2015" vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützt.

whistle & pipe

Er ist bei uns kein Unbekannter mehr: Wolfram Graf. Diesmal hatte er am 3. Mai Martin Seel zum wiederholten Male als exzellenten Flötisten mitgebracht.

Beide spielten unter dem Titel whistle & pipe Werke von Händel, Vivaldi und natürlich Graf. Die gängige Querflöte trat allerdings nicht - bis auf eine Ausnahme - in einen musikalischen Dialog mit der Orgel: Martin Seel hatte seine Piccoloflöte ausgepackt und bestritt mit ihr das anspruchsvolle Programm.

Großen Eindruck hinterließ vor allem sein Solo "Petit jeu symphonique" für Piccolo solo von W. Graf.

Aber auch beim "whistle walk" für Piccolo und Orgel , ebenfalls vom Orgel spielenden Komponisten, konnten beide Musiker humoristisch glänzen.

 

 

Karfreitagskonzert

Das alljährlich am Karfreitag stattfindende Passionskonzert stand in diesem Jahr unter dem Motto Lamento und vereinte Lieder, Solomotetten und Arien von Hammerschmidt, Stradella, Bach, Rheinberger, Fauré, Graap und Gunsenheimer. Vor allem die beiden zuletzt genannten Komponisten brachten die Klage über den Tod Jesu in eigenwilligen, klanglich ungewohnten Vertonungen zum Ausdruck.

Dabei vermochte die Mezzosopranistin Johanna Krell, an der Orgel begleitet von Klaus Vogt, die zahlreichen Zuhörer mit ihrer klaren und sensibel gestaltenden Stimme stimmungsmäßig zu bewegen und dazu anzuregen, das Karfreitagsgeschehen in Gedanken und im Mitempfinden nachzuvollziehen.

 

2014

Drei Könige wandern aus Morgenland ...

Eine in Bad Orb immer wieder gern gesehene und gehörte Mezzosopranistin war im traditionellen Konzert am 2. Weihnachtstag zu Gast. Zusammen mit Klaus Vogt an der Orgel und am Cembalo war unter dem Motto "Drei Könige aus Morgenland" Diana Schmid zu hören.

Das Duo trug u.a. Werke von Bach (Arie "Schlafe mein Liebster"), Händel (Arie "Er weidet seine Herde") und Reger vor. Im Mittelpunkt standen die hochromantischen "Weihnachtslieder" op. 8 von Peter Cornelius; der eindrucksvolle virtuose  Schlusspunkt wurde mit der barocken Solokantate "Nascere, nascere, dive puellule" von G. B. Bassani gesetzt.

Das Publikum erklatschte sich als Zugabe ein schlicht, aber dennoch ausdrucksstark vorgetragenes weihnachtliches "Susani", gewiss gepaart mit dem Wunsch, die warm gestaltende und stilsicher interpretierende Stimme von Diana Schmid bald wieder zu hören.   

Trompete und Orgel

Ein junges Talent konnte sich am 5. Oktober in einem Konzert vorstellen: 

Till Plinkert aus Heidelberg, Mitglied des Bundesjugendorchesters und mehrfacher 1. Preisträger bei "Jugend musiziert", konnte mit Werken von Clark, Purcell, Bach, Telemann und Elgar brillieren.

Gerade erst hat er das Abitur abgelegt und sein Trompeten-Studium an der Frankfurter Musikhochschule begonnen. Sein Debüt in Bad Orb fand besondere Begeisterung im Publikum bei einer "Intrada" von Otto Ketting, in der Virtuosität sowie agogische und dynamische Gestaltung eine durch und durch überzeugende Wiedergabe präsentierten.

Heftiger Applaus folgten und es bleibt der Wunsch auf ein Wiedersehen!    

Neue Klänge in der Martin-Luther-Kirche

Neue Klänge gab es am 14. September unter dem Motto "ein musikalischer Dialog mit Musik aus fernen Zeiten und fremden Ländern" zu hören. Dahinter verbarg sich ein musikalisches Gegenüber und Miteinander zwischen Vibraphon/Marimbaphon und Orgel.

In einem ganz neuen Licht erklangen da Bachs berühmte d-Moll-Toccata oder eine Flötensonate (vermutl. von C.Ph. E. Bach), die von Vibraphon und Orgel gespielt wurden.

Ein breites Spektrum bot sich der aufmerksamen Zuhörerschaft: Bach, Maslanka, Rosauro, Piazzolla, Jones, Krol u.a.. Geradezu atemberaubend war das Spiel Max Gärtners, der eine Kostprobe seines Könnens bot, von nuancenreichen, zarten Pianoklängen bis zu Raum füllenden Klanggebilden.

Eine musikalischer Dialog zweier Instrumente, dem man gerne wiederbegegnen möchte.

Sommerliche Serenade

Ihr Jahreskonzert hatte die Ev. Kantorei diesmal unter das Motto Das Licht des Tages ist zerronnen gestellt. Am 27. Juli konnten die über 30 Sängerinnen und Sänger - unterstützt durch Ehemalige und Abiturientinnen und Abiturienten (Jahrgang 2014) des Ulrich-von- Hutten-Gymnasiums Schlüchtern - eine zahlenmäßig stattliche Zuhörerschaft zu ihrer sommerlichen Serenade begrüßen.

Mit den Themen Schöpfung - Natur - Sommer - Liebe - Abend kamen Liedsätze und Motetten aus alter und neuer Zeit zum Vortrag, ein weit gespannter Bogen durch die Chorliteratur.  

Herzlicher Applaus galt allen Ausführenden, neben der Kantorei vor allem auch den Ex-Schülerinnen und -Schülern, aber auch dem exzellenten Flötenspiel von Andrey Vorozheykin und der umsichtigen Orgelbegleitung durch Frank Kleespies.

(Das Bild zeigt die erweiterte Kantorei bei der Generalprobe.)

Frankfurter Komponisten

Orgelklänge aus der Mainmetropole waren am 6. Juli unter den Händen (und Füßen) des Frankfurter Dommusikdirektors Andreas Boltz zu hören.

Zwar waren fast alle Komponisten, die Boltz versiert, mit Esprit und virtuosem Schwung, wie auch vor allem in intelligenter Registrierungskunst darbot, nicht in Frankfurt geboren, aber alle waren zu ihren Lebzeiten über einen mehr oder weniger langen Zeitraum mit Frankfurt verbunden: Hassler, Telemann, Mendelssohn, Hindemith und Hessenberg.

Die Zuhörer durften einmal eine Stunde Orgelmusik auf nicht ausgetretenen Pfaden der Orgelmusikgeschichte erleben.

Virtuoses Orgelspiel

n kultiviertes und zugleich virtuoses Orgelspiel konnten die Zuhörer am 1. Juni hören. Unter dem Motto "Tanzt und spielt unserm Gott" war der junge mehrfache Preisträger (u.a. ARD-Musikwettbewerb 2011) Lukas Stollhof zu Gast.

Stollhof ist Regionalkantor in Oberwesel und unterrichtet neben seiner ausgiebigen Konzerttätigkeit an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf im Fach Orgel. Neben Werken von Praetorius, Buxtehude, Böhm, Bach und Mozart konnte er besonders mit der 4. Sonate von Mendelssohn Batholdy glänzen. 

Sopran und Orgel im Mai

Unser musikhistorisch traditionsreiches Nachbarland Thüringen war in der Bad Orber Abendmusik am 4. Mai wieder einmal mit zwei würdigen und hoch qualifizierten Künstlern vertreten.

Diesmal waren es die Sopranistin Julia Kirchner und der Organist und Kirchenmusikdirektor Theophil Heinke aus Waltershausen, die mit ihrem Konzert mit Werken von Bach Vater und Sohn Carl Philipp, Vivaldi, Haydn und Mozart die Zuhörer begeisterten.

Dabei konnten Julia Kirchner mit ihrer stil sicheren und gesanglich ausgefeilten Interpretation und Ehemann Theophil Heinke mit an historischen Instrumenten geschultem wie auch virtuosem Orgelspiel glänzen.

Ein schwelgerisches "Ave Maria" als Zugabe zeigte auch ihre Vertrautheit mit romantischer Musik. 

Musik am Karfreitag

Ein volles Haus bescherte uns das traditionelle Karfreitagskonzert als Start der "Bad Orber Abendmusiken" 2014.

Mit Ulrike Zech, Altistin aus Dresden, und Katrin Ziegler, Cellistin aus Frankfurt,

konnten zwei Musikerinnen gewonnen werden, die das Gedenken an das Karfreitagsgeschehen mit ausdrucksvoller, ernster und musikalisch überzeugender Gestaltungskraft der aufmerksamen Zuhörerschaft  nahe zu bringen vermochten.

Auf dem Programm standen Werke von  Bach, Händel, Brosig, Rheinberger, Raphael, Liszt, Bloch, Gulbins, Bunk und Messiaen. 

2013

Himmlische Klänge zur Weihnacht

Zum wiederholten Male wussten die Sängerinnen Sina Oskedra und Johanna Krell sowie die Harfenistin Jenny Ruppik ihr Publikum am 2. Weihnachtstag zu begeistern.

Ein volles Haus und eine stimmungsvolle Atmosphäre boten den drei Künstlerinnen einen Rahmen, in den sie ihr großes Können mit Musik von Händel, Reger, Adam, Glinka, Franck, Rutter u.a. stellen konnten. 

Wahrhaft "Himmlische Klänge zur Weihnacht" mit klaren Stimmen und virtuosem Harfenspiel!

Am Ende des Konzertes standen herzlicher Applaus und der Wunsch: Auf Wiedersehen!

Marianne und Germania

Unter dem Motto Marianne und Germania trafen sich am 1. September – fiktiv versteht sich! – die weiblichen Symbolgestalten Frankreichs und Deutschlands an der Orgel der Martin-Luther-Kirche und boten Musik aus ihren Ländern.

Anlass dieses Treffens, oder besser: musikalischen Stelldicheins, war das Deutsch-Französische Jahr 2013, das auf der Unterzeichnung des Élysée-Freundschaftsvertrages vor 50 Jahren beruhte.

Kantor Klaus Vogt stellte in seinem Konzert die französische Orgelkunst neben die deutsche, was zu einer lebendigen und aufschlussreichen Gegenüberstellung führte. In der Hoffnung und mit dem Ziel, dass in nicht allzu langer Zeit beide Stilrichtungen auf der Orgel der Martin-Luther-Kirche durch die Hinzufügung des Registers Oboe musikalisch besser darzustellen sind, wurden im Anschluss an das Konzert ausgemusterte Orgelpfeifen verkauft.

Der Verkauf erbrachte einen Erlös von über 400 €. Wieder ein Schritt weiter!

Orgelkonzert Prof. Matthias Dreißig

Bei freiem Eintritt erlebten die Zuhörer ein exzellentes Orgelkonzert, das neben großen Werken des Barock auch ein erstmal gewöhnungsbedürftiges, aber sehr interessantes Werk des Zeitgenossen Jan Janca (geb. 1933), das der Interpret facettenreich zu Gehör brachte.

Zum Schluss wurde nach einer notwendigen Programmänderung das "Präludium und Fuge C-Moll" von Felix Mendelssohn-Bartholdy zum krönenden Abschluss.

Danach gab es kräftigen Applaus für den Kirchenmusiker aus Erfurt.

 

„Klassik trifft Romantik“

 

Mit „verspielt, entspannt und voller Detailfreude“ überschrieb das Gelnhäuser Tageblatt die Kritik des Konzertes mit dem Münnerstädter Organisten und Regionalkantor für die Diözese Würzburg Peter Rottmann am 7. Juli.

„Klassik trifft Romantik“ - so lautete das Motto des Orgelkonzertes, das mit Werken von Buxtehude, Bruhns und J.S.Bach sowie Marsh, Rinck und C.Ph.E. Bach vom Interpreten mit großer Virtuosität und feinem Klangsinn gestaltet wurde.

Ein Konzert, das beim Zuhörer musikhistorischen Erkenntniszuwachs wie auch Hörgenuss zugleich befriedigte.  

„Gott, erhöre mein inniges Fleh’n“

Am 2. Juni waren die Wiesbadener Mezzosopranistin Ute von Genat und Dekanatskantor Markus Ziegler aus St. Goarshausen/Nastätten in der Martin-Luther-Kirche zu Gast.

Wie ein roter Faden zogen sich die „Biblischen Lieder“ von Antonin Dvorák durch das Programm. Mit fein abgestimmtem Kolorit und ausdrucksvoller Stimme, immer dicht am Text, sang Ute von Genat diese Kleinodien, umsichtig begleitet von ihrem Partner an der Orgel.

Markus Ziegler ergänzte das Liedprogramm durch sein versiertes Orgelspiel, welches er mit Werken von Bach, Pachelbel, Mendelssohn und Reger überzeugend präsentieren konnte.

Klassik trifft Barock

Die Quellen von Orb

Eine Uraufführung (Psalmkonzert „Lebensquell“ von Wolfram Graf), ein lokalpatriotisch gefärbtes Motto (Die Quellen von Orb), ein guter Zweck (Benefizkonzert zugunsten der Bad Orber Heilquellengruppe) und – nicht zuletzt – eine exzellente Besetzung (Diana Schmid, Mezzosopran, Andriy Vorozheykin, Querflöte, unter der Begleitung von Kantor Klaus Vogt an der Orgel)  bescherten der 3. Bad Orber Abendmusik 2013 am 12. Mai ein nahezu volles Haus.

Mit Werken von Bach, Pachelbel, Telemann, Dvorák, Tschaikowskij, Debussy und eben W. Graf (der höchstselbst bei der Uraufführung anwesend war) huldigte das abwechslungsreiche Programm dem Wasser und seiner belebenden, heilenden, religiösen und spirituellen Kraft.

Das Publikum durfte nach musikalisch hochkarätigen Darbietungen und mit unterschiedlichsten Eindrücken rund um das Thema „Quellen – Wasser“  an Leib und Seele gestärkt (es wurde auch Heilwasser ausgeschenkt!) den Heimweg antreten.

"Agnus dei" Konzert am Karfreitag

Mit „tiefgründig und nachklingend“ betitelte das Gelnhäuser Tageblatt (2.4.2013) unser diesjähriges Karfreitagskonzert.

Die Altistin Elizabeth Neiman, die Geigerin Almut Frenzel-Riehl und Kantor Klaus Vogt gestalteten unter dem Motto „Agnus Dei“ die Passionsmusik, die gleichlautend mit Bachs „Agnus Dei“ aus seiner h-Moll-Messe das Konzert auch beschloss. Vorausgegangen waren Vivaldis „Stabat Mater“, Durufles „Pie Jesu“ und Werke von Händel, Torelli und Vierne.

Das zahlreich erschienene Publikum dankte mit einer Schweigeminute und wurde so - dem Anlass gemäß –  mit Ernst und Nachdenklichkeit in den Abend entlassen. 

Gesang und Orgel

Wenn nur einige wenige Mitglieder eines Kammerchores erkranken, hat das zwangsläufig zur Folge, dass ein anspruchsvolles Programm nicht zur Aufführung gelangen kann. So ist es der “Camerata Vocale Gelnhausen“ am 23. Februar ergangen, die kurzfristig das vielversprechende Chorkonzert absagen musste.

Gut, dass Lysann Berger(Sopran) und Klaus Vogt (Orgel) das Konzert unter dem vorgesehenen Titel „Missa O magnum mysterium“ noch retten konnten. Gut auch, das der inhaltliche „rote Faden“ des eilig neu zusammengestellten
Programmes in Anlehnung an die lateinische Messe mit Werken von Kerll, Merula, Bach, Dubois, Dupré, Alain u.a. sowie Orgelimprovisationen beibehalten werden konnte.

Mit einem Reinerlös von über 300 €  für die Erweiterung der Orgel und einem dankbaren Publikum konnte das 1. Kirchenkonzert des Jahres 2013 immerhin einen erfreulichen Erfolg verbuchen – allen krankheitsbedingten und winterlichen Widrigkeiten zum Trotz!

2012

Weihnachtskonzert 2012

Mit einem barocken Programm präsentierte sich am 2. Weihnachtstag das Ensemble Colorito in der Martin-Luther-Kirche. Mit dem Titel Siciliano erklangen Werke von Telemann, Charpentier, Veracini, Händel, Chedeville, Vivaldi und Corelli, die vom weihnachtlich-pastoralen Charakter in einigen Sätzen aus Sonaten und Suiten geprägt waren. Daja Leevke Hinrichs (Traversflöte), Steffen Hamm (Barockvioline), Katrin Ziegler (Barockcello) und Miriam Altmann (Cembalo) wussten ihre Instrumente wirkungsvoll zum Sprechen zu bringen, expressiv und intim in den langsamen Sätzen, belebt und beseelt in den wiegenden Siciliano-Teilen und hochvirtuos in den technisch wie musikalisch anspruchsvollen Ecksätzen.

Ein schöner und musikalisch eindrucksvoller Ausklang des Weihnachtsfestes 2012.   

Adventsvesper

Unter der Leitung von  Regionalkantor Thomas Wiegelmann und Kantor Klaus Vogt sangen der Kath. Pfarrchor der St. Martinskirche und die Ev. Kantorei der Martin-Luther-Kirche gemeinsam und stimmten mit der 5. Ökumenische Adventsvesper  die Gemeinde auf den Advent ein.

„Chor x 2 – Laudate Dominum“

Ein volles Haus bescherte der Kirchengemeinde das Konzert „Chor x 2 – Laudate Dominum“ am 4. November, das von der Kantorei zusammen mit dem Oberstufenchor des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums Schlüchtern gestaltet wurde.

Etwa 60 Sängerinnen und Sänger und ein zahlreich erschienenes Publikum füllten die Kirche. Der große Chor bewies einmal mehr, welche Kraft und welche Ausstrahlung der Musik innewohnt – verbindend über mehrere Generationen.

Die Kantorei trug mit Elan und innerer Beteiligung Chorsätze von Händel, Mozart, Herzog und Mawby vor, während die jungen, strahlenden Stimmen des Schulchores mit hebräischen Liedern und traditionellen Gesängen „in modernem Gewand“  zu begeistern wussten. Vereint und im wirkungsvollen Wechsel sang man barocke und romantische Chorsätze.

Johanna Tierling überzeugte  als Begleiterin des Chores wie auch als virtuose Solistin an der Orgel. Ergänzt wurde das Programm mit Solobeiträgen des UvH-Schülers Maurizio Bueti auf der Trompete.

In die Zugabe „Der Mond ist aufgegangen“ in einem Satz von Max Reger durfte auch das Publikum mit einstimmen und so das Kirchenkonzert „Laudate Dominum“ (Lobt den Herren) mit einem stimmungsvollen Abendgesang beschließen.   

(Foto: Heinrich)

Quintoli Anchi

Eine interessierte Hörerschaft verfolgte mit offenen Ohren beim Herbstkonzert
der „Bad Orber Abendmusiken“ am 7. Oktober das Spiel des Ensembles Quintoli Anchi aus Wiesbaden.

Mitgebracht hatten die 7 Musikerinnen und Musiker Werke von Bach, Becher, Piazzolla, Roblee, Bozza und Bogár, die sie auf ihren Holzblasinstrumenten Oboe, Oboe d‘ amore, Englisch Horn und Fagott exzellent darboten.

Unüberhörbar war der folkloristische Grundton der Kompositionen, die mit ungewöhnlichen Rhythmen und Melodien für Ausführende wie für Hörer eine anspruchsvolle Herausforderung darstellten. Mit Bravur wurden die musikalischen wie technischen Schwierigkeiten gemeistert.

Mit einem kleinen barocken Ausklang von J.H. Schmelzer als Zugabe verabschiedete sich das Ensemble.

Egbert Lewark

Tromba festante

Mit festlicher Musik für Gesang, Trompete und Orgel riefen sich die Mezzo-sopranistin Diana Schmid und der Trompeter Egbert Lewark unter der Begleitun von Kantor Klaus Vogt dem Bad Orber Publikum am Sonntag, dem 2. September, in Erinnerung. Beide Künstler waren in Bad Orb schon mehrfach aufgetreten und hatten immer wieder einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, der diesmal vor allem Besucher aus der Region in die Martin-Luther-Kirche lockte.

Unter dem Motto Tromba festante bot das Trio ein interessantes Programm mit glanzvoller Barockmusik (Bach, Händel, Rosenmüller) und verhaltener, emotional anrührender Romantik (Franck, Dvorák, Mendelssohn).

Herzlicher und anhaltender Applaus für ein Konzert auf hohem musikalisch-
gestalterischen Niveau!

Jüngster Domorganist konzertierte in Bad Orb

Daniel Beckmann

Mit hinreißendem Orgelspiel wusste der Mainzer Domorganist Daniel Beckmann am 5. August sein Publikum zu begeistern.

Ein ganz auf die Klanglichkeit der Orgel der Martin-Luther-Kirche abgestimmtes Programm (Muffat, Pachelbel, Bach und Mendelssohn) zeigte einen Interpreten, der mit feiner Registrierkunst und kultivierter Agogik aus der „starren“ Orgel ein atmendes und vitales Instrument entstehen ließ.

Als jüngster Domorganist Deutschlands stellte Daniel Beckmann sich obendrein als virtuoser und technisch versierter Organist der jungen Generation vor, von dem man sicherlich noch viel hören wird. Bestimmt auch wieder in Bad Orb!

Orgelreise durch Europa (II. Teil)

Kantor Klaus Vogt

Der 2. Teil der Orgelreise durch Europa führte die Zuhörer am 8. Juli in die Länder Estland, Spanien, Tschechien (Böhmen) und Österreich. Deutschland war in Nord-, Mittel- und Süddeutschland gegliedert und mit Werken von Buxtehude, Bach und Pachelbel vertreten.

Kantor Klaus Vogt hatte wieder Raritäten ausgesucht, von denen die farbigen „Kontraste“ des Esten Edgar Arro und die  humoristischen Mozart-Anspielungen der „Four pieces for trumpet clock“ des ehemaligen Wiener Domorganisten Peter Planyavsky (hier: Plagiavsky) mit Begeisterung aufgenommen wurden.

Vielleicht gibt es im nächsten Jahr die 3. Europäische Orgelreise!

Saxophon meets Orgel

Unter dem Motto Saxophon meets Orgel gaben am 3. Juni 2012 der Saxophonist
Jan Schulte-Bunert (Berlin) und der Komponist und Organist Dr. Wolfram Graf (Hof a.d. Saale) ein nicht alltägliches Konzert, sozusagen ein „musikalisches Stelldichein“ zweier selten gemeinsam zu hörender Instrumente.

Die beiden Musiker bewiesen allerdings, dass ihre Instrumente sehr wohl ausgezeichnet miteinander harmonisieren können. Dabei zauberte Schulte-Bunert ungeahnte Klänge und Wolfram Graf ließ seiner kompositorischen Fantasie freien Lauf, wovon seine „Humoreske“ für Saxophon und Orgel als Uraufführung des Abends ein eindrucksvolles Zeugnis gab.

Neben G.M. Göttsches klangsinnlichem „Resurrexit“ gab es Bach und Mendelssohn in eigenen Bearbeitungen  Ein Konzert mit viel Klang-delikatesse und Virtuosität!

Flötenzauber - Orgelbrausen

Das Mai-Konzert führte 2 Thüringer Musiker in unserer Kirche zu einem exzellenten musikalischen Stelldichein zusammen: den Flötisten der „Meininger Hofkapelle“ Michael Petzold und den Meininger Stadtkantor Sebastian Fuhrmann.

Dabei bewiesen beide Musiker, dass sie den Etiketten ihrer Instrumente „Flötenzauber – Orgelbrausen“ vollauf gerecht werden konnten, aber auch die klanglichen Ressourcen bis an ihre dynamischen Grenzen und Möglichkeiten überzeugend zu nutzen vermochten.

Dankbarer und herzlicher Applaus für ausdrucksvolle musikalische Interpretationen mit einem ansprechenden Programm (Bach, Telemann, Fauré, Reger, Vierne, Hoyer und Honegger)!

Karfreitagskonzert

(Foto: Heinrich)

Der Passionschoral „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ stand im musikalischen und theologischen Mittelpunkt des Karfreitagskonzertes am 6. April.

In diesem Themenkonzert vereinten sich Gedanken des im pastoralpsychologischen Dienst tätigen ehemalige Pfarrers Frank Peter Hopf mit den eindrucksvollen Kreuzwegbildern von Heinrich Beckmann (Schlüchtern/Fulda).

Waldemar J. Jarczyk (Querflöte) und Klaus Vogt (Orgel) hatten dazu Werke von Bach, Jolivet, Graf , Stockmeier u.a. ausgesucht und den Bildern im Sinne einer Interpretation, Ergänzung und Reflexion gegenübergestellt.


2011

Himmlische Känge zur Weihnacht

Vor voll besetzten Kirchenbänken konnten am 2. Weihnachtstag Sina Oskedra und Johanna Krell ihre „Himmlischen Stimmen zur Weihnacht“ ertönen lassen.

Sie wurden dabei einfühlsam und stilvoll von Jenny Ruppik an der Harfe begleitet. Unbekanntes (etwa von G. Fr. Giuliani) wechselte dabei mit Populärem (z.B. C. Francks „Panis Angelicus“) ab. Mit einem geschmackvoll vorgetragenen „Stille Nacht“ als Zugabe verabschiedeten sich die drei Musikerinnen unter herzlichem Applaus von ihrem ergriffenen Publikum und beschlossen damit auch die diesjährige Reihe der „Bad Orber Abendmusiken“.

Ein Konzert, das gewiss auch noch über den Jahreswechsel hinaus in Erinnerung bleiben wird!

Im Zeichen der Romantik

„Im Zeichen der Romantik“ - so lautete der Titel eines Konzertes am 30.10., welches vonunserer Kantorei gestaltet wurde. Auf dem Programm standen ausschließlich Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Josef Rheinberger, zwei Hauptvertretern der deutschen Romantik, die einen Großteil ihres Schaffens der Kirchenmusik gewidmet haben.

Die Kantorei konnte mit bekannten und weniger bekannten Chorsätzen (a cappella und mit Orgelbegleitung)  eine überzeugende Probe ihres Könnens präsentieren. Mit großer innerer Beteiligung wurde das Konzert mit dem Choral „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ beschlossen.

Zum schönen Erfolgder geistlichen Abendmusik trugen auch die ausdrucksvoll und intelligent gestaltende Mezzo-sopranistin Katharina Padrok und der Frankfurter Organist Johannes von Erdmann bei, der sowohl als sicherer Begleiter als auch glänzender Virtuose hervortrat.

Eine sichtlich bewegte Hörergemeinde verließ nach 70 Minuten Musik-Romantik die Martin-Luther-Kirche. 

Stummfilm und Orgel

Prof. Dr. Stefan Schmidt

Zu einem ergreifenden Abend für viele Zuhörer und Zuschauer wurde die 7. Bad OrberAbendmusik am 2. Oktober mit dem Würzburger Domorganisten Prof. Stefan Schmidt.

Als Gesamtkunstwerk gestaltete sich das Orgelkonzert Stummfilm und Orgel, in dem sich die Improvisationen auf der Orgel mit dem Stummfilm „La Passion de Jeanne d'Arc“ von C.Th. Dreyer aus dem Jahr 1928 künstlerisch vereinten. Stefan Schmidt gelang es auf eindrucks-volle Weise, den dramaturgischen Entwicklungen und Spannungen des Films wie auch den seelischen Vorgängen und Gesten seiner Darsteller musikalisch nachzuspüren und die Bilder in Musik umzusetzen, ohne dabei im rein Illustrativen oder Abbildhaften zu verharren.

Ein Konzert, in dem das Publikum bewegt und schweigend das Schicksal einer tapferen, glaubensstarken Frau nacherleben konnte!

Gold und Silber

Unter dem Motto „Gold und Silber“ musizierten der ehemalige Posaunenwart der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck Friedel W. Böhler und seine Trompeten-Partnerin Dorothee B. Schmidt am 4. September 2011 in der Martin-Luther-Kirche.

Dabei verband sich das Gold der Blechblasinstrumente vorzüglich mit dem Silberglanz der Orgel, die von Klaus Vogt gespielt wurde. Die ausgewählte Musik bot einen stilistischen Querschnitt durch 4 Jahrhunderte aus den zentralen Musikländern Deutschland, Frankreich und Italien.

Neben Bearbeitungen alter Meister aus der Feder Böhlers erklangen auch zwei eigene Kompo-sitionen, von denen die Partita „Komm, sag es allen weiter“ im Swing-Stil besonders gefiel. Dankbarer Applaus beschloss das gut besuchte Konzert und erzwang eine jazzige, spritzig vorgetragene Zugabe.

Orgelreise

Kantor Klaus Vogt

Auf eine Orgelreise durch Europa nahm Kantor Klaus Vogt sein Publikum am 7. August mit.

Obwohl die Orgel in der Martin-Luther-Kirche nur 23 Register besitzt, hatte Klaus Vogt als „Hausorganist“ und mit „seiner“ Orgel bestens vertraut ein stilistisch vielfältiges Programm zusammengestellt, das Kompositionen aus Deutschland, England, Frankreich, Belgien, den Niederlande und Italien vereinte.

Das erfreulich gut besuchte Konzert schloss nach einem brausenden Finale des Holländers Jan Zwart über „Ein feste Burg ist unser Gott“.

mit einer freien Improvisation über „Der Mond ist aufgegangen“ als Zugabe. Ein stilles Abendgebet nach einer bewegten musikalischen Reise durch Europa!

Sommermusik für Sopran und Orgel

Am 3. Juli konzertierte bereits zum zweiten Mal Kirchenmusikdirektor Christoph Emanuel Seitz aus Aschaffenburg an der Orgel der Martin-Luther-Kirche. Diesmal hatte er seine Ehefrau mitgebracht, nicht als Bei- oder Mitfahrerin sozusagen, sondern als eigenständige Künstlerin.

Dr. Ursula Seitz musizierte als Medizinerin zusammen mit ihrem Mann gleichsam aus der „musikalischen Hausapotheke“ Werke von Vivaldi, Mozart, Dvorák und Rutter in  wohlabgestimmten harmonischen Dosierungen, denen aromatisch Würziges (Dubois, Fletcher und Mendelssohn) solistisch auf der Orgel beigemischt wurde.

Als Sommermusik für Sopran und Orgel bot das Ehepaar Seitz dem Publikum eine erholsam-heitere Stunde mit populären wie auch selten zu hörenden Werken aus drei Jahrhunderten.

Virtuoses aus Italien

Ganz im Zeichen Italiens stand die „Bad Orber Abendmusik“ am ersten Junisonntag. Dr. Wieland Meinhold, Universitätsorganist aus Weimar/Erfurt, hatte sein Programm am 5. Juni ganz auf Virtuoses aus Italien – Barocke Orgelmusik abgestimmt. Vor dem Konzert gab es ein Einführung in die Welt der Orgel unter dem Motto „ Für große und kleine Pfeifen“.

Anschaulich, mit einer nötigen Portion Humor, mit nicht zu bremsendem Temperament und einem hohen Maß an Begeisterungsüberschwang öffnete sich ein Spalt breit für die Zuhörer die Kunst des Orgelbaues und Orgelspiels.

Es durfte nicht wundern, dass nach dieser Einführung das eigentliche Konzert in ähnlicher Weise fortgeführt wurde. Italienisch garniert waren auch Meinholds Improvisationen, die besonders zu begeistern wussten.

Ein lehrreicher und zündend-spritziger Orgelabend. 

Lamentatio - Musik am Karfreitag (22.04.11)

Mit dem Bassisten Andreas Czerney, der Cellistin Katrin Ziegler und Kantor Klaus Vogt gestaltete ein bewährtes und musikalisch erfahrenes Trio die Lamentatio – Musik zum Karfreitag am 22. April. Die künstlerisch überzeugende Gestaltung der Werke Bachs, Zelenkas, Rheinbergers, Brahms' und Willlschers entließ nach gut einer Stunde ein  sichtlich nachdenkliches und ergriffenes Publikum. Neben dem sonoren und mit roman-

tischer Noblesse vorgetragenen Cellospiel und dem sängerisch eindrucksvoll gestalteten Vokalpart boten die 14 Kreuzwegstationen von Andreas Willscher einen inhaltlich gut nachvollziehbaren Zyklus, der den Leidensweg Christi in gehaltvoller kompositorischer Umsetzung auf der Orgel beeindruckend versinnbildlichte. 

2010

Konzert zum 2. Weihnachtstag - „Puer nobis nascitur“

Trotz widriger Wetterverhältnisse zog es nicht wenige Besucher am 2. Weihnachtstag in die weihnachtlich erstrahlte Martin-Luther-Kirche.

Theologisch sinnbildhaft musizierten zwischen Christbaum, Krippe und Kreuz Katharina Padrok (Mezzosopran), Leonard Schelb (Traversflöte), Katrin Ziegler (Violoncello) und Klaus Vogt (Cembalo/Orgel) und boten einer konzentriert und andächtig lauschenden Hörergemeinde eine Stunde weihnachtlicher Musik.

Dargeboten wurden Werke des Frühbarock bis zur Romantik. Eine künstlerisch besonders herausfordernde Aufgabe war die Aufführung der Solokantate „Ihr Völker hört“ von G.Ph. Telemann, die von Katharina Padrok meisterlich vorgetragen wurde. Ebenbürtig stand die spielerische Leistung von Leonard Schelb mit seiner Traversflöte in Virtuosität und Ausdruck der sängerischen Gestaltung gegenüber. Herzlicher Beifall zum Schluss als Dank! Zugleich auch als Aufforderung, die MusikerInnen bald wieder in der Martin-Luther-Kirche hören zu dürfen?   

Gelungene Einstimmung in den Advent

Der gemeinsame Chor aus dem Pfarrchor St. Martin und der Kantorei der Ev. Kirchengemeinde

Zum dritten Mal stimmten sich die Katholische und die Evangelische Kirchengemeinde bei einer ökumensichen Vesper in den Advent ein.

Neben Orgelwerken und Stücken des Ökumenischen Chores war die Gemeinde mit gefragt, viele schöne Adventslieder anzustimmen. Dier Pfarrer, Stefan Kümpel und Günter Kaltschnee, lasen Bibeltexte und sprachen adventliche Gebete.

Begeisternde Holzbläser

Eine Bläserserenade vereinte am 5. September die Orchestermusiker Stefan Gleitsmann und Franz-Josef Wahle (Oboe) und Peggy Dudley (Fagott) zu einem  weitgehend heiteren musikalischen Stelldichein mit  Kantor Klaus Vogt (Orgel). Barocke Kammermusik (Händel, Fasch), witzig-kecke Dialoge (Bozza), kraftvolles Orgel-Tutti (F. Hensel-Mendelssohn) und Nachdenkliches (Klein) verbanden sich zu einem abwechslungsreichen Programm, welches mit musikalischem Temperament und großer Könnerschaft dargeboten wurde.

Zum Schluss vereinigten und verneigten sich die Musiker vor einem der Größten: Johann Sebastian Bach, mit dessen Trio-Sonate G-Dur für 2 Oboen und Basso continuo das gut besuchte Konzert beschlossen wurde. 

Fotos: E. Ziegler

Gelungenes Orgelkonzert

Als hoffnungsvolles Nachwuchstalent zeigte sich Johanna Tierling beim Orgelkonzert am 1. August in der Martin-Luther-Kirche. Die mehrfache Preisträgerin bei „Jugend musiziert“ und mit dem Jugendförderpreis des Main-Kinzig-Kreises (2009) ausgezeichneteOrganistin lebt in Bad Orb und hatte mehrere Jahre bei dem Schlüchterner Kirchenmusikdirektor Gunther Martin Göttsche Orgelunterricht.

Sie beginnt in diesem Jahr ihr Kirchenmusikstudium an der Frankfurter Musikhochschule. Mit jugendlichem Elan und mit „leichter Hand“ wusste sie das zahlreich erschienene Publikum zu begeistern. Werke von Bach,Kellner, Schumann, Göttsche, Kiefer und Boellmann standen auf dem Programm – einbuntes Kaleidoskop anspruchsvoller Orgelmusik, die sie spieltechnisch und in abwechslungsreicher Registrierung überzeugend zu meistern vermochte.

Eine kleine Probe ihrer beachtlichen Musikalität stellte auch eine eigene Komposition dar, ein Präludium mit Fuge „im alten Stil“. Mit kräftigem und lang anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum und erzwang geradezu eine Zugabe. 

Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, Johanna Tierling in der Martin-Luther-Kirche gehört zu haben!

Capella vocale wuerzburg

Zu einem großartigen musikalischen Ereignis wurde die 5. Bad Orber Abendmusik 2010 am 4. Juli im Rahmen des „Kultursommers Main-Kinzig-Fulda“.

Die cappella vocale würzburg unter der Leitung von Prof. Roland Börger (Musikhochschule Leipzig) gestaltete ein reines Monteverdi-Programm. Mit Hymnen, Cantica und Psalmen dieses Großmeisters der Vokalmusik des Frühbarock versetzte das Ensemble das begeisterte Publikum musikalisch in die katholische Glaubens- und Musikwelt von San Marco in Venedig.

Ein Chorklang von eindrucksvoller stimmlicher Geschlossenheit und sauberer Intonation, eine lebendige Darstellung der vielseitigen Facetten der Monteverdischen Tonsprache und eine emotional beteiligte wie gleichermaßen diszipliniert stilsichere Interpretation schlugen die zahlreich erschienenen Zuhörer in ihren Bann. Nicht minder die wundervolle Stimme und Gestaltungskraft der Sopranistin Sibylle Schaible. Sicher und musikalisch wendig  begleiteten Cordula Cordes (Violone) und Eckhart Kuper (Orgelpositv), die kontinuierlich am musikalischen Geschehen wach und umsichtig beteiligt waren. Es war ein Konzert mit langer innerer Nachhallzeit!

Die Einladung an Prof. Börger undseine cappella vocale würzburg für das Jahr 2012 ist schon ausgesprochen.

capella vocale wuerzburg

"Im Spiegel der Romantik"

Ein Konzert, in dem sich Romantik und Moderne begegneten, konnten die Zuhörer am Sonntag, 6. Juni, bei der 4. Bad Orber Abendmusik unter dem Motto Musik im Spiegel der Romantik hören. Die Sopranistin Barbara Ehmann und der Komponist und Organist Dr. Wolfram Graf hatten ein außergewöhnliches Programm zusammengestellt: Kompositionen der Romantik von Felix Mendelssohn Bartholdy und dem hierzulande weniger bekannten Johannes Graf wurden Werke aus unserer Zeit von Richard Rudolf Klein, Wolfram Graf und Gunther Martin Göttsche gegenübergestellt.

Allesamt waren dies Komponisten, die mit Uraufführungen in der Martin-Luther-Kirche in der Vergangenheit  mit großer Beachtung und breiter Resonanz in Erscheinung getreten waren. Auch Kirchenmusikdirektor Göttsche ließ es sich an diesem Tag nicht nehmen, dem kompositorischen Schaffen seines musikalischen Weggefährten Graf wie auch der Aufführung eigener Kompositionen seinen Respekt zu zollen. Für Graf war das Konzert ein Wiedersehen an einer Wirkungsstätte, der er seit mehreren Jahren verbunden ist.

Barbara Ehmann und Wolfram Graf wurden in ihren Interpretationen der Musik der „gemäßigten Moderne“ vollauf gerecht und verliehen dem Konzert ein hohes Maß an Authentizität.

Barbara Ehmann und Dr. Wolfram Graf

Saxophon und Orgel: Ein musikalisches Traumpaar

Jürgen Sommerfeld und KR Martin Bartsch

Zur „Bad Orber Abendmusik“ am Sonntag im Mai war es Kantor Klaus Vogt gelungen zwei hochkarätige Musiker der Region in die  Martin-Luther-Kirche zu einem besonderen Konzert zu gewinnen: den Jazzmusiker Jürgen Sommerfeld und den Kirchenmusiker Martin Bartsch.

Viele Menschen kamen in die Kirche um diesem Traumpaar zu lauschen. Dabei waren auch die Einzelstücke der Musiker exzellent.

Das Programm umfasste u.a. Werke von Gershwin (Summertime), Lennon (Yesterday), Thielemans (Bluesette), Bach und Bennett (Concerto in g-Moll).

 

Eindrucksvolle Musik zum Karfreitag

Die "Musik zum Karfreitag" hat in der evangelischen Kirche eine gute Tradition; denn die Kirchenmusik schafft es an diesem dunkeln Tag das schwere Thema „Leiden und Tod“ mit seinen eigenen Emotionen und seiner Bedeutung besonders aufzugreifen und den Menschen nahe zu bringen.

Neben Werken von Scarlatti, Pergolesi, Mozart, Fauré und Mendelssohn stand vor allem Franz Lachners "Stabat Mater" im Mittelpunkt des Konzertes.

Es musizierten Therese Glaubitz (Sopran), Diana Schmid (Mezzosopran) und das Ensemble „piccola voce celeste“. Die Leitung lag in den bewährten Händen von Kantor Klaus Vogt.

Kantor Klaus Vogt inmitten des Ensembles

Konzert im Januar 2010

Das Schloßtrio

„Bewegende“ Musik

Mit einem Themen-Konzert unter dem Motto „Ich bin bewegt“ startete am 16. Januar die diesjährige Konzertreihe der „Bad Orber Abendmusiken“. In Zusammenarbeit mit der Spessart-Klinik Bad Orb und der Evang. Akademie Hofgeismar stand das Konzert in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der Tagung „Kinder in Bewegung“.

 

Die thematisch ausgewählten Stücke sollten einerseits verdeutlichen, dass Musik zu körperlichen Bewegungen animieren kann, andererseits den Zuhörer innerlich, emotional-psychisch zu rühren, zu bewegen vermag. Das „Schlosstrio“ (Würzburg) mit Robert Dreksler und Iwan Linnenbank (Klarinette) sowie Fabian Lachenmaier (Fagott), spielte Werke von Bonporti, Telemann, Händel, Mozart, Rheinberger und Messiaen. Besonderes Vergnügen bereitete den Zuhörern das virtuos-tempera-mentvolle Spiel der musikantisch-folkloristischen Stücke von Hennessy und Sima.

Klaus Vogt steuerte Improvisationen bei, die mit den Titeln „ohne Bewegung“ und „Bewegung-Gegenbewegung“ den gedanklichen Faden organistisch weiterspannen.

 

2009


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